Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ein Rosenkäferverwandter (Scarabaeidae, Rutelinae) names Chrysina macropoda aus Kolumbien in den Zoologischen Sammlungen. © F. Steinheimer, MLU

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Dr. Frank Steinheimer
Projektleiter Naturkundliches Universitätsmuseum

Telefon: +49(0)345 55-21437

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Projekt Naturkundliches Universitätsmuseum

Unsere Vision

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) besitzt einen der größten naturwissenschaftlichen Sammlungsschätze Deutschlands. Insgesamt wird der Bestand auf über fünf Millionen Objekte geschätzt, darunter abertausende von weltweit einzigartigen Exponaten.  Nun wollen wir zum ersten Mal in der Geschichte der MLU die besten Stücke dieser traditionsreichen und wissenschaftlich äußerst bedeutenden Sammlungen unter einem Dach in einem neuen Schaumuseum präsentieren. In völlig neuem Design und mit innovativen Konzepten möchten wir Fragen der Evolution, Aussterbeereignisse, Radiationen und Genetik erklären. Wir wünschen uns für Halle (Saale) einen außergewöhnlichen Ort des Schauens, des Entdeckens und des Lernens, ein Museum, das umfassende Begeisterung für die Biologie und Neugierde auf deren Erforschung wecken möchte.

Das Gebäude des Physikalischen Instituts wurde 1890 nach den Plänen des königlich- preußischen Baurates Otto Kilburger fertig gestellt. Hier wird das Schaumuseum entstehen. Der Entwurf zeigt eine mögliche Dachhebung des dritten Obergeschoss und Ausbau der Ausstellungsfläche zu 2.200 Quadratmetern. © F. Steinheimer, ZNS.

Das Gebäude des Physikalischen Instituts wurde 1890 nach den Plänen des königlich- preußischen Baurates Otto Kilburger fertig gestellt. Hier wird das Schaumuseum entstehen. Der Entwurf zeigt eine mögliche Dachhebung des dritten Obergeschoss und Ausbau der Ausstellungsfläche zu 2.200 Quadratmetern. © F. Steinheimer, ZNS.

Das Gebäude des Physikalischen Instituts wurde 1890 nach den Plänen des königlich- preußischen Baurates Otto Kilburger fertig gestellt. Hier wird das Schaumuseum entstehen. Der Entwurf zeigt eine mögliche Dachhebung des dritten Obergeschoss und Ausbau der Ausstellungsfläche zu 2.200 Quadratmetern. © F. Steinheimer, ZNS.

Hierzu werden wir drei große und mehrere kleine naturwissenschaftliche Sammlungen in einem zentralen Museum zusammenführen. Neben den Plänen zu einem Schaumuseum wurde im Winter 2009 ein neues Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS) als Zentrale Einrichtung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet. Dort erforschen wir vor allem biologische Artenvielfalt und Wissenschaftsgeschichte. Internationale Forschungskooperationen in den Fachgebieten werden explizit gefördert - bitte wenden Sie sich mit Anträgen an den Leiter des ZNS. Uns stehen im Sammlungsmagazin moderne Seminarräume, Praktikumsplätze und ein historischer Hörsaal für die universitäre Ausbildung zur Verfügung. Mit diesem zweigleisigen Museumskonzept (ZNS, Schaumuseum) werden nicht nur einmalige Sammlungsschätze nachhaltig gesichert und der Fachwelt wie Öffentlichkeit optimal zugänglich gemacht, sondern auch die Grundlagen für eine zukunftsweisende Forschung und umfassenden Ausbildung geschaffen.

Blick von der Moritzburg auf das zukünftige Museumsgebäude am Friedemann-Bach-Platz in Halle (Saale). © F. Steinheimer, ZNS.

Blick von der Moritzburg auf das zukünftige Museumsgebäude am Friedemann-Bach-Platz in Halle (Saale). © F. Steinheimer, ZNS.

Blick von der Moritzburg auf das zukünftige Museumsgebäude am Friedemann-Bach-Platz in Halle (Saale). © F. Steinheimer, ZNS.

Das Schaumuseum

Unter vielen Optionen wurde das derzeitige Institutsgebäude der Physik am Friedemann-Bach-Platz 6 als neuer Standort der öffentlichen Ausstellung des naturkundlichen Universitätsmuseums ausgewählt: Vis-à-vis des Kunstmuseums Stiftung Moritzburg und dem neuen Hauptgebäude der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, und in naher Nachbarschaft zum Landesmuseum für Vorgeschichte in Mitten der Altstadt Halles. Die Frontseite des Gebäudes schließt an den weiträumigen ehemaligen Paradeplatz an, der durch seinen Altbaumbestand und Fußdistanz zur Saale-Aue nach Museumsbesuchen Erholung bieten wird. Mit den Cafés der Kleinen Ulrichstraße liegen die kulinarischen Attraktivitäten der Innenstadt um die Ecke. Das Gebäude selbst ist ein zwischen 1887 und 1890 nach den Plänen des königlich-preußischen Baurates Otto Kilburger errichteter dreigeschossiger (plus niedrigem dritten Dachobergeschoß) Backsteinbau auf E-förmigen Grundriss, ganz im Stile der Schinkel-Schule, der durch städtebaulich beeindruckenden, hohen Turm dominiert wird. Das Areal besitzt große Potentiale für Aus- und Erweiterungsbauten und verfügt über Werkstattbereiche mit eigener Einfahrt.

Diversität an Exponaten. Fotos: C. Sandig, B. Klett, F. Steinheimer, Archiv Geiseltalmuseum. © ZNS.

Diversität an Exponaten. Fotos: C. Sandig, B. Klett, F. Steinheimer, Archiv Geiseltalmuseum. © ZNS.



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Ein grobes Ausstellungskonzept wurde bereits erarbeitet: Neben einer eigenen Abteilung zur Wissenschaftsgeschichte, in der die Leistungen der über 230jährigen naturwissenschaftlichen Forschung in Halle gewürdigt werden soll, wird sich die Dauerausstellung vor allem um Evolutionsphänomene drehen. Mehr wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten – es soll ja spannend bleiben, was in unserem Haus bald zu sehen sein wird. Nur so viel soll gesagt werden: Die traditionelle Aufteilung in Erdgeschichte und Biologie wird aufgebrochen werden, die Räume werden in allen drei Dimensionen bespielt werden, und wir werden nicht nur den optischen Sinn anregen. Die Ausstellung wird zudem einen großen Wert darauf legen, (fast) ausschließlich Originale zu zeigen. Unsere Besucher werden nicht nur viele neue Aspekte zur Evolution der Tiere kennenlernen, sondern auch ein einmaliges Raum- und Hörerlebnis präsentiert bekommen.

Friedemann-Bach-Platz als optimaler Museumsstandort in Halle (Saale): zukünftiges Naturkundliches Universitätsmuseum vis-à-vis der Moritzburg. Panoramafoto von Dr. Ingolf Knetsch. Für weitere Panoramafotos aus Halle (Saale) und anderen Städten siehe www.galerie-rundblick.de. © I. Knetsch, Halle.

Friedemann-Bach-Platz als optimaler Museumsstandort in Halle (Saale): zukünftiges Naturkundliches Universitätsmuseum vis-à-vis der Moritzburg. Panoramafoto von Dr. Ingolf Knetsch. Für weitere Panoramafotos aus Halle (Saale) und anderen Städten siehe www.galerie-rundblick.de. © I. Knetsch, Halle.

Friedemann-Bach-Platz als optimaler Museumsstandort in Halle (Saale): zukünftiges Naturkundliches Universitätsmuseum vis-à-vis der Moritzburg. Panoramafoto von Dr. Ingolf Knetsch. Für weitere Panoramafotos aus Halle (Saale) und anderen Städten siehe www.galerie-rundblick.de. © I. Knetsch, Halle.

Aufgaben des neuen Museums

Die Anforderungen an das ZNS und die Ausstellungen des neu zu gründenden naturkundlichen Universitätsmuseums sind hoch. Wir planen

  1. Mit dem ZNS ein Kompetenzzentrum zur Kustodie aller naturwissenschaftlichen Sammlungen der MLU zu bilden und insbesondere die Sammlungen des Zoologischen Fachbereichs, des Museums für Haustierkunde „Julius Kühn“ und des Geiseltalmuseums kustodial zu verwalten und zu betreuen.
  2. Naturwissenschaftliche Sammlungen aus derzeit teils unzulänglichen Räumlichkeiten in neue zu überführen.
  3. Ein Schaumuseum von internationalem Rang zu installieren.
  4. Die Qualität der hausinternen Forschung zu steigern und externe Forschung explizit zu fördern.
  5. Offenen Zugang zu wissenschaftlichen Daten zu gewähren.
  6. Umweltbildung und museumsbezogene Lehre zu betreiben.
  7. Durch Fachexpertise in Biodiversitätsfragen, Wissenschaftsgeschichte, kustodialen Standards und Umweltbildung Netzwerke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Öffentlichkeit, Medien und der Kulturwelt zu bilden.

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